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KORG Musikant Magazin 03-2013

lostelle für mich! Ein Teufelslauf für beide Hände und je länger ich mir diesen anschaute, desto panischer wurde ich! Als die Stelle dann kam hatte ich einen totalen Blackout. Ich hab gar nichts gespielt! 50 grin- sende Kollegen, die Tanzpaare etwas irritiert und mir kamen die paar Sekunden vor wie eine Ewigkeit! Mein Chef ließ mich nach dem Auftritt antanzen und meinte nur: „Stark, das will ich nie wieder erleben! Mir ist völlig egal was für einen Sch ... Sie spielen, aber spielen Sie irgendwas!“ Das war mir natürlich recht peinlich. Aber dann gibt es auch so absolute Highlight-Momente, die ich nie vergessen werde. Beim Deutschen Film- ball kommen morgens um 4.30 Uhr Heike Makatsch und Jürgen Proch- nov zu uns auf die Bühne und performen mit uns Knockin on Heavens Door. Das war Gänsehaut pur.“ Jahrelanges Vertrauen in KORG Nach seiner Ersterfahrung 1982 KORG Trident MK2 spielte Martin Stark auch eine 01/W FD und eine 01/W ProX mit 88 Tasten. „Ich habe die Wärme und Fülle dieses Instrumentes geliebt! Dann bin ich eine Zeitlang auf Mitbewerber umgestiegen, die sich dann aber leider nicht mehr weiterentwickelt, bzw. für mich in die falsche Richtung be- wegt haben. Zu KORG zurück kam ich dann 2009 mit dem Pa588. Das war endlich ein Instrument mit einer vernünftigen 88er-Tastatur, tollem Pia- no-Sound und Arranger. Damit war ich sehr glücklich, allerdings wurde er mir 2010 leider aus dem Auto geklaut. Ich kaufte mir dann übergangs- weise für drei Gigs einen KORG Pa500, was ohne Probleme ging, da die Styles identisch mit denen im Pa588 waren. Noch heute ist der Pa500 mein Notfall-Backup-Instrument. Kurz darauf kaufte ich mir dann einen Pa3X MUSIKANT. Wow, welche Möglichkeiten und welche Sounds. Allein die Geschwindigkeit, mit der der Arranger sogar komplizierte Akkorde in Echtzeit umsetzt, das ist der Hammer. Mit dem neuen Update kann ich jetzt endlich wieder in alle Styles eingreifen, aber fast am wichtigsten ist für mich ist der Akkord- sequenzer, den ich mir seit Jahren gewünscht habe. Du kannst live in Echtzeit einen Chorus einspielen und hast danach beide Hände frei, um zu solieren. Das ist klasse.“ In der Band nutzt Martin Stark so gut wie keine Sequenzen: „Das ist viel Arbeit, unterscheidet uns aber von 95 % der Coverbands und macht viel mehr Spaß.“ Mit dem KORG Pa3X MUSIKANT kann er seinen Musikern die Freiheit ge- ben, so zu tun, als hätten sie eine Live-Band hinter sich. „Ich bin immer Herr der Lage und kann Ihnen folgen, egal welch verrück- te Ideen die da vorne haben. Kürzlich meinte mein Sänger, er müsste live bei „Sexbomb“ noch „Long Train Running“ mit einbauen und meine Sän- gerin konterte mit „Finally“. Na und? Ich war immer mit dabei.“ Neben einem Pa3X MUSIKANT kommt auch ein Krome 88 zum Einsatz, den er wegen der Tastatur und den Pianoklängen besonders schätzt. „Aber auch der Sound generell und die Tastatur machen so Spaß, dass ich meinem Saxofonisten immer mehr Soli klaue! Zudem hauen mich beim Krome auch die Wertigkeit und das geringe Gewicht immer wieder um. Einfach nur toll. Für das Studio werde ich mir noch einen Kronos zulegen, das ist für mich die eierlegende Wollmilchsau! Mit der 88er-Tastatur ist der für den Live- Einsatz leider zu schwer für mich alternden Musiker, da ist mir mein Kro- me dann eine gute Alternative.“ Sehr zufrieden ist Martin Stark mit der Zuverlässigkeit seiner Instrumente: „Ich verlasse mich auf die Qualität von KORG und hatte in 20 Jahren nur einmal einen Komplettausfall! In einem Club kippte mir eine Bedienung ein volles Tablett mit Cola, Whiskey und Bier über meine Keyboards! Am Anfang sah noch alles gut aus, aber nach fünf Minuten kamen dann nur noch Geräusche im Stil von r2d2 aus den Lautsprechern und es ging gar nichts mehr.“ Drei gute Tipps zum Erfolg Ein so erfahrener Musiker wie Martin Stark weiß genau, worauf man ach- ten sollte, um die eigene Musik nach vorne zu bringen: 1. „Werdet nicht faul! Sequenzen sind gut und schön und haben sicher ihre Einsatzberechtigung, aber KORG gibt euch ein Spielzeug an die Hand, mit dem ihr richtig geil live spielen könnt! Also wenn ich jemand höre, der Stücke wie „Stand by me“ oder „Mendocino“ mit Sequenz ab- laufen lässt, anstatt die Styles zu benutzen, frag ich mich: Warum?“ 2. „Wir sind Keyboarder! Also benutzt die Sounds, die ursprünglich für uns da waren. Egal wie super und echt inzwischen die Saxofone, Trompe- ten etc. klingen, nehmt einen Orgel-, Piano-, Lead-Synth- oder E-Piano- Sound und man glaubt euch, dass ihr spielt.“ 3. „Ganz wichtig ist auch der Gedanke, dass wir Dienstleister sind. Ist der Kunde zufrieden, bin ich zufrieden. Wir haben zum Beispiel das Abend- essen nach einem Benefizgolfturnier von Franz Beckenbauer in Mün- chen musikalisch umrahmt. Die größte Angst der Agentur war, dass wir zu laut spielen würden und tatsächlich habe ich am Abend gemerkt, dass Musik eigentlich gar nicht erwünscht war. Also haben wir mit fünf Mann so leise gespielt wie nur eben möglich. Das Lauteste war mein Tastenge- klapper. Am Schluss der Veranstaltung kam Franz persönlich zu uns und sagte, wir seien die beste Band, die er bisher hatte. Erkenne was der Kunde will. Und wenn du dir was beweisen musst, geh in einen Jazzclub und spiel keine Galas!“ 54 KORG MUSIKANT MAGAZIN KORG MUSIKANT MAGAZIN

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