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KORG Musikant Magazin 03-2013

„ZweiJahrespäterbinichdannsogarzumPartnerbefördertworden.Wir haben von Pop Musik (z.B. Peter Fessler (New York, Rio, Tokio) über Wer- bemusikbishinzuVolksmusik(Kirmes-Karussell)jahrelangsehrerfolg- reich produziert. Leider haben wir uns nach beinahe zehn Jahren wegen einer Frau verkracht und ich bin zurück in meine schwäbische Heimat. Dort hab ich dann 1993 meine Cover-Band „Martin Stark and Friends“ gegründet, mit der ich bis heute mit sehr viel Erfolg unterwegs bin. Wir feiern also in diesem Jahr ein rundes Bandjubiläum.“ In der Band ist Martin Stark nicht nur Bandleader, sondern kümmert sich auch um die Arrangements, die Organisation und das Management. Musikalisch versuchen er und seine Mitmusiker, immer andere Wege zu beschreiten: „Wir haben als Coverband nie versucht, exakt das Original zu kopieren, sondern jeden Coversong zu unserem Stück gemacht. Das hieß, immer genügend Raum zu lassen, um unser musikalisches Können zu zeigen. Zudem gibt es bei uns nie einen festen Ablauf der Songs und je nach Ver- anstaltung spielen wir die Stücke dann im passenden Rhythmus! „Au- tumn Leaves“ können wir also sowohl als Swing oder Bossa spielen, aber auch als Discofox (Autsch) oder Tango. Dadurch bleiben wir für unsere Zuhörer immer spannend! Das ist wichtig, wenn wir auf großen Galas Tanzmusik spielen, wie bei Filmball München, aber auch, wenn wir eher mit Jazz und Soul auf Festivals wie dem Avo-Festival in Basel auftreten.“ Als Martin Stark zum Band-Jubiläum seine Steuerunterlagen durchfors- tet hat, war er doch sehr erstaunt, denn in den 20 Jahren hat er über 3.500 Mal auf der Bühne gestanden. „In unserem besten Jahr – das war 2003 – haben wir unglaubliche 280 Auftritte gemacht. Während der Wirtschaftskrise ist das dann mal auf 90 eingebrochen und jetzt sind wir wieder bei ca. 140 Auftritten im Jahr. Und ganz ehrlich, viel mehr will ich auch nicht mehr! Ich denke an mein Alter (grinst) und an die 80.000 Kilometer pro Jahr, das reicht dann auch.“ Unvergessene Momente Klar, dass bei so vielen Auftritten auch einige prominente Kolleginnen und Kollegen mit Martin Stark auf der Bühne gestanden haben. „Unvergessen für mich Peter Alexander. Ich war damals als 22jähriger nicht der größte Fan von ihm und dachte, er sei eben eher was für die Mamis. Aber nach der Probe stand ich staunend da: Welch Können, welch Charisma, was für eine Professionalität! Den Rest gab er mir, als er in der Pause zu mir an den Flügel kam, sich setzte und kurz einen Boogie- Woogie spielte, sodass ich aus dem Staunen nicht mehr raus kam. Ähn- lich erging es mir auch mit Caterina Valente. Vor ein paar Jahren haben wir für eine Bank acht Wochenenden auf Mallorca verbracht und der Stargast war natürlich Jürgen Drews. Die Zusammenarbeit mit ihm war absolut unkompliziert und auch er ist Profi durch und durch. Kein Alko- hol, keine Zigaretten, den hatte ich mir echt anders vorgestellt.“ Der schlimmste Moment war für Martin Stark eine Gala, auf der er noch zu Bundeswehr-Big-Band-Zeiten spielte. „Ich war neu dabei und wir hatten eine Mappe mit ca. 300 Stücken. Die meisten hatte ich mir schon angeschaut, aber genau an diesem Abend pickte unser Chef eines raus, dass ich weder kannte, noch konnte! Ok, dachte ich mir, mit 50 Leuten auf der Bühne kann man sich so durchmo- geln, aber auf einmal sah ich auf Seite drei eine notierte viertaktige So- 53KORG MUSIKANT MAGAZIN ü www.martinstark.de

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