Die Büchse der Pandora offenbarte bei ihrer Öffnung viel Unerwartetes. Genau so wundert sich jeder Gitarrist und Bassist, der diese kleine Wunderdose in Betrieb nimmt, was da alles heraus kommt und was sie in jedem übenden Musiker erweckt. Das PX4D ist für Gitarristen und Bassisten das optimale Übungstool zum Warmspielen, Studieren und Jammen. Seit ihrer Vorstellung gelten die Effektgeräte der Pandora-Serie als Pflicht für Gitarristen und Bassisten, die oft auf Achse sind. Der Grund? Ihr Sound ist makellos, das Funktionsangebot gewaltig und die Bedienung einfach vorbildlich. Mit dem PX4D beweist KORG erneut, wie wertvoll dieses Konzept ist. Das PX4D bietet erstmals alles, was sich das Gitarristen- UND Bassistenherz wünscht – und erweitert das vertraute Angebot zugleich um sensationelle Neuheiten. Im schlanken Gehäuse tummeln sich Modelle aller namhaften Verstärker- und Boxenoriginale sowie „klassische“ und völlig neuartige Effekte.
Das PX4D enthält 158 verschiedene Effekte verschiedenster Typen. Unter den 25 Verstärkertypen finden sich z.B. Modelle ganz teurer Röhren-Amps, seltener „Vintage“-Verstärker und „Klassiker“, die sowohl auf Bassisten und auch Gitarristen zugeschnitten sind. Dazu gesellen sich 23 Boxenmodelle mit lebendigen Lautsprechersimulationen, die eigens für das PX4D erstellt wurden. Dabei lassen sich natürlich auch Gitarrenverstärker mit Bassboxen kombinieren und anders herum.
Die 100 internen Rhythmus- und Bass-Pattern decken alle klassischen und modernen Musikstile (Rock, Jazz, Funk, Blues und Dance) ab. Dank der PCM-Klangerzeugung und der gekonnten Programmierung ist auch hier ein realistischer Eindruck möglich. Außerdem sind Bass-Pattern vorhanden, deren Tonart bequem durch Eingabe der gewünschten Akkorde vorgegeben werden kann. Selbstverständlich bleiben die Effektprogramme bei Verwendung der Begleitungen aktiv, so dass man jederzeit mit realem Sound spielen kann. Für Abwechslung ist gesorgt, weil bis zu 16 Pattern zu einer „Chain“ kombiniert werden können.
Außer den obligaten Standards wie Kompressor und WahWah werden mehrere Modeling-Effekte für erfreulich realistische Sound-Abwandlungen geboten. Das „Pickup Modeling“ verwandelt ein Single Coil-Signal beispielsweise in einen Humbucker (und umgekehrt), während sowohl für Gitarre als auch Bass ein Synthi vorhanden ist. Der Pitch Shifter ist intelligent (weil er tonartgetreu transponieren kann), ein „Talk“-Effekt bringt der Gitarre zumindest das Sprechen bei und der „Slow Attack“-Effekt lässt jede gespielte Note anschwellen. Rückkopplungen und Obertöne liefert auf Wunsch ein „Feedback“-Effekt (und zwar schon bei Zimmerlautstärke), der „Rotary Speaker“-Effekt (Orgelbox-Simulation) kann über den Anschlag gesteuert werden und mit dem „Fretless Bass“ lässt sich auch ein bundierter Bass klanglich zu glatten Griffbrettaktionen hinreißen.
Der „Phrase Trainer“ erlaubt das Aufnehmen von maximal 30 Audiosekunden einer CD, MD oder MP3-Datei via Line-In. Danach kann die Wiedergabegeschwindigkeit –bei gleich bleibender Tonhöhe– verringert werden. Vorteil dieses Systems: Man kann komplexeste Soli in aller Ruhe studieren und ausschließlich nach Gehör arbeiten. Diese Funktion kann auch für die Aufnahme der Rhythmus- und Bass-Pattern nebst selbst gespielten Akkorden verwendet werden, zu welchen man später jammen und neue Solovarianten ausprobieren kann.
An die AUX IN-Buchse kann ein CD-, MD- oder mp3-Spieler oder eine beliebige andere Audioquelle angeschlossen werden, deren Signal dank „Key Transpose“ maximal eine Oktave höher oder tiefer transponiert werden kann.
Zusätzlich enthält das PX4D eine „Bass Canceller“-Funktion, die den Basspart aus dem eingehenden Audiosignal filtert, so dass man sie selber spielen kann.
Das LC-Display, das die Namen der Effekte und Speicher anzeigt, ist hintergrundbeleuchtet und daher auch an dunklen Orten noch leserlich. Die meisten Funktionen sind an verständlichen Symbolen erkenntlich.
Steckernetzteil, 4,5V/300mA für Pandora- und Ampworks-Geräte (PX5D, PXR4/B, PX4, PX4A/B/D, AWB/G)