
Auch der M3 enthält unser „Open Sampling“-System, mit dem man in jedem Modus sampeln und resampeln kann, was sich z.B. dazu nutzen lässt, aus dem Gesamt-Sound einer vielschichtigen Combination ein Einzel-Sample zu destillieren. Im Sequencer-Modus gibt es diese „In-Track“-Funktion ebenfalls und kann dort für die Aufnahme von Audiophrasen genutzt werden. Selbstverständlich stehen auch Editierfunktionen wie „Time Slice“, „Time Stretch“, „Crossfade Loop“, „Rate Change“ und „Normalize“ zur Verfügung. Ferner gibt es eine Zeit sparende Funktion namens „Auto-Setup“, die einem auf Knopfdruck alle notwendigen Dinge einstellt.

Ab Werk beträgt die Sampling-Speicherkapazität 64MB. Bei Bedarf kann sie aber mit einer EXB-M256 Erweiterung auf 320MB ausgebaut werden. Es werden Sample-Daten im KORG-Format, AIFF, WAV, Soundfont V2.0 und AKAI (S-1000/3000 mit weit Wandlung der Program-Parameter) gelesen. Exportieren lassen sich die erstellten Samples bei Bedarf als WAV- und AIFF-Dateien.
Neu erstellte Samples können direkt auf externen Speichermedien gesichert werden. Das hat den Vorteil, dass man einen USB-Stick nutzen kann, wenn man z.B. einen ganzen Song als WAV-Datei aufzeichnen möchte, um ihn danach mit einem USB-kompatiblen CD-R/RW-Laufwerk auf eine Audio-CD zu brennen.

Der Sequenzer des M3 bietet 16 Spuren und eine Speicherkapazität für bis zu 128 Songs (210.000 Noten). Dank 480 Clocks/Viertelnote fallen Ihre Timing-Feinheiten nie mehr einer zu groben MIDI-Auflösung zum Opfer. Alle Spuren sind mit einem 3-Band-EQ ausgestattet. Die zugeordneten Sounds lassen sich dank „Tone Adjust“-Funktion direkt im Sequencer-Modus editieren. Mit der seinerzeit von der TRITON-Serie eingeführten „Cue List“-Funktion können Sie sich Playlists erstellen oder als separate Song-Dateien gespeicherte Passagen zu einem fertigen Song (oder Medley) kombinieren. Auch auf diesem Instrument kann man die Einstellungen des Program- oder Combination-Modus’ zum Sequenzer kopieren und den betreffenden Part sofort aufnehmen. Alle notwendigen Parameter werden dabei automatisch eingestellt.
Die praktischen Vorlagen („Song Templates“) enthalten häufig benötigte Klang- und Effektzuordnungen für unterschiedliche Stile. So fällt die zündende Idee nie mehr einer frustrierenden Einstellungsorgie zum Opfer. Ab Werk enthält der M3 16 solcher Song-Vorlagen. 16 weitere können Sie selbst programmieren. Die Song-Vorlagen enthalten sogar Schlagzeugbegleitungen mit u.a. einem Intro, mehreren Fill-Ins und einem Schluss. Auch das sorgt für einen Inspirationsschub.
Jede Spur besitzt eine eigene „Loop“-Funktion, damit man jede sich wiederholende Phrase nur ein Mal einzuspielen und danach nicht umständlich zu kopieren braucht. Das ist z.B. praktisch für die Schlagzeugbegleitung.
Unter den unzähligen Editierfunktionen findet sich eine variable Quantisierung mit einstellbarer Intensität und „Swing“-Funktion. Aufgezeichnete Spuren lassen sich bis ins kleinste Detail editieren. Deshalb gibt es auch eine „Compare“-Funktion, mit der man die neue Version bei Bedarf mit der vorangehenden vergleichen kann.
Mit der RPPR-Funktion („Realtime Pattern Play & Record“) lassen sich den einzelnen Klaviaturtasten Sequenzer-Pattern zuordnen, die dann nach Lust und Laune gestartet werden können. Wie Sie sehen, lässt die Sequenzersektion des M3 keine Wünsche offen und leistet Ihnen oftmals wertvolle kreative Schützenhilfe.