
Das beste Beispiel für eine Erweiterung um ein Feature, von dem man bisher noch nicht einmal zu träumen gewagt hat, ist die neue MOSS-TRI-Option, durch die es möglich wird, die grundlegende Physical Modelling-Struktur des Z1 parallel zur TRINITY-eigenen PCM-Synthese zu betreiben. MOSS-TRI ist in die neueste Entwicklung der TRINITY-Serie, V3 (standardmäßig mit 61 Tasten, als Pro-Variante mit 76 Tasten und als Pro X-Variante mit 88 Tasten), bereits integriert, ist jedoch auch für jedes andere TRINITY-Modell optional erhältlich. Dies veranschaulicht gleichzeitig einen weiteren Vorteil: Jede TRINITY-Version kann immer wieder um die neuesten Features erweitert werden. Im Vergleich zu anderen Herstellern, deren neue Modelle bereits bestehende einfach ablösen und deren Wiederverkaufswert mindern, belohnt KORG TRINITY-Besitzer für ihre Treue, indem garantiert wird, daß die Investition immer wieder auf den absolut neuesten Stand der Technik gebracht werden kann.
Bei der aktuellsten Erweiterung der TRINITY-Serie machte KORG sich die Kombination aus zwei Technologien zunutze, die sich gegenseitig ergänzen und bisher unabhängig voneinander entwickelt wurden. Zu den herausragenden klanglichen Eigenschaften der 48kHz-PCM-Synthese der TRINITY-Serie kommt hochentwickeltes Physical Modelling - ein Verfahren, das dem revolutionären Z1-Synthesizer zugrunde liegt. Die MOSS-Technologie (Multi Oscillator Synthesis System) basiert auf der OASYS-Entwicklungsplattform, wurde für den Prophecy weiterentwickelt und den Z1 noch flexibler gestaltet. Sie bietet insbesondere für Solo-, Lead- & Baß-Sounds Echtzeit-Kontrolle über Timbre und Ausdruck, was mit Sample-basierter Synthese schlichtweg nicht zu verwirklichen ist.
Während andere Hersteller noch um das Implementieren recht unflexibler Mono-Modelle in ihre Workstations bemüht sind, bietet KORG bereits die polyphone Variante (als Ergänzung zur ohnehin polyphonen Architektur des TRINITY), bei der frei zwischen elektronischen Modellen wie analoger Synthese, E-Piano und Orgel sowie akustischen Instrumentengruppen wie Blechbläsern, Holzbläsern, gezupften und gestrichenen Saiteninstrumenten gewechselt werden kann.
Der eigentliche Vorteil von polyphonem Physical Modelling, wie es im TRINITY V3 implementiert ist, wird im Combi- bzw. Sequenzer-Modus deutlich, wenn die Ausdrucksstärke und komplexen timbralen Modulationen dieser Technologie die exzellenten klanglichen Eigenschaften der ACCESS-Klangerzeugung noch erweitern und das Resultat anschließend mit 24 Bit/48kHz-DSP-Effekten bearbeitet werden kann. Kein anderes derzeit erhältliches Instrument bietet eine derart eindrucksvolle Kombination polyphoner Technologien.