
Im Gegensatz zum weit verbreiteten PCM-Verfahren („Pulse Code Modulation“), bildet die 1-Bit-Audiotechnologie die Dynamik der Audiosignale als Dichte von digitalen 1-Bit-Impulsen ab.
Der wohl größte Vorteil des 1-Bit-Verfahrens ist, dass es sich mit relativ einfachen Schaltungen begnügt. Die heutzutage gängigen Digital-Aufnahmesysteme verwenden Oversampling-A/D-Schaltungen für die Wandlung von Analog zu Digital. Solche A/D-Wandler beruhen interessanterweise ebenfalls auf dem 1-Bit-System. Da man 1-Bit-Signale aber nicht auf herkömmliche Audio-CDs brennen kann, erfolgt während der Umwandlung in das erforderliche PCM-Format eine Datenreduktion. Für die Wiedergabe verwendet ein PCM-System digitale Filter, die sich um die Einfügung („Interpolation“) der fehlenden Informationen kümmern und diese Daten dann anhand eines Delta-Sigma-Modulator wieder in ein 1-Bit-Signal übersetzen.
1-Bit-Audiosysteme zeichnen hingegen das von den A/D-Wandlern erstellte 1-Bit-Signal auf und benötigen für die Wiedergabe lediglich ein analoges Tiefpassfilter. Dank dieses geringen Bearbeitungsaufwands sind 1-Bit-Audiosysteme in der Lage, die Signale quasi in ihrem Originalzustand aufzuzeichnen und abzuspielen – Verluste treten kaum auf.