
Der microX begnügt sich nicht mit seiner Rolle als erste Sound-Adresse. Seine Controller-Qualitäten sind nämlich mindestens genauso spannend. Die 25er-Tastatur dürfte in der Regel zum Einspielen neuer Parts ausreichen – und mit dem Joystick kann man in alle vier Windrichtungen "rühren" und ebenso viele Parameter simultan beeinflussen.
Außerdem stehen vier definierbare Regler zur Verfügung, die sich auch als Fernbedienung von bis zu 12 Parametern externer Musikprogramme nutzen lassen. Diese MIDI-Belegungen lassen sich in 64 Speichern sichern, so dass man für alle Einsatzbereiche (DAW, Software-Synthesizer usw.) gerüstet ist.
Der microX wird sogar mit Editor-Programmen für die Programmierung am Computer geliefert. Die eine Programmversion funktioniert eigenständig (Standalone-Editor), während sich die andere als Plug-In in ein Host-Programm einbinden lässt. Der Vorteil des zweiten Ansatzes ist die Möglichkeit, alle microX-Einstellungen aufzuzeichnen, während der microX umgekehrt als "Hardware-Plug-in" genutzt werden kann, das zudem eine umfassende MIDI-Fernbedienung erlaubt.
Die beiden Arpeggiatoren des microX spielen auf Wunsch ganze Phrasen und Schlagzeugparts, deren Tonart sich bei Bedarf in Echtzeit vorgeben lässt. Ein "Arpeggiator" erzeugt anhand der gespielten Akkorde oder Einzelnoten ausgefeilte Phrasen/Pattern.
Wählen Sie einfach ein Pattern, das zu Ihrem Song passt, drücken Sie eine oder mehrere Tasten und machen Sie sich fertig zum Abheben. Die Phrasen können mit Parametern wie "Length" noch ausgiebig abgewandelt werden – und bringen einen so auf völlig neue musikalische Gedanken. Neben den fünf Basismustern enthält der microX ab Werk 251 "Pattern", die völlig unterschiedliche Phrasen erzeugen können. Und wenn Ihnen das nicht reicht, programmieren Sie bis zu 251 eigene Muster und speichern sie intern ab.