
Die WAVESTATION erblickte 1990 das Licht der Welt. Ihre "Advanced Vector"-Synthese erlaubte das Kombinieren und Verschieben mehrerer komplexer Wellenformen. Die Presse überschlug sich geradezu vor Lobgesängen. So rief das amerikanische Keyboard Magazine sie z.B. zur "Hardware-Innovation des Jahres" aus. Über einen Joystick konnte man zwischen vier Oszillatoren "morphen", die ganz unterschiedliche Wellenformen ansprachen. Daraus ergaben sich Wellenformsequenzen, die als rhythmische und sogar melodische Phrasen genutzt werden konnten. Die Sounds dieses Teils waren revolutionär, einzigartig, oftmals geradezu genial…
Das WAVESTATION-"Soft"-Modell bietet Zugriff auf 484 Wellenformen und 55 Effekte der WAVESTATION-Originale (selbst Material der WAVESTATION-SR!). Mit 32 digitalen Oszillatoren, 32 Digital-Filtern, 64 Hüllkurven sowie 64 LFOs bekommt man jene dreidimensionalen WAVESTATION-Sounds wohl mühelos hin.
Der optische Eindruck des Software-Modells entspricht zwar jenem des Originals, allerdings steht nun auch eine grafikfähige Oberfläche zur Verfügung, die eine erfreulich intuitive Bedienung erlaubt. Als Bonbon gibt’s alle WAVESTATION-Werksklänge, 550 Performances und 385 Patches dazu. Und wenn du noch mehr Stangenware brauchst, kannst du WAVESTATION-Sounds von Drittanbietern (.SYX-Format) laden.

Mit dem MS-20FX Plug-In wird der MS-20 Software-Synthesizer zu einem Effektprozessor umfunktioniert und erlaubt dann die Bearbeitung von Audiosignalen mit jenen einzigartigen Filtern und Modulationsmöglichkeiten. So etwas bietet sich z.B. für die Verbiegung von Schlagzeug-Grooves, Gesang und anderen Phrasen an. Und dann wäre da noch das MDE-X Plug-In, mit dem man Zugriff hat auf die 19 Effektalgorithmen von Legacy Cell (Kompressor, Limiter, Overdrive, Equalizer, Talking Modulator, Flanger, Phaser, Chorus, Delay, Reverb usw.).

Die Synth-Modelle dieser Kollektion laufen sowohl auf dem Macintosh als auch unter Windows und können entweder eigenständig genutzt oder als VST-Plug-Ins/Audio Units in andere Programme eingebettet werden. Da die Effekt-Plug-Ins sowieso als VSTs/Audio Units gehalten sind, kann man sie in so gut wie jedem Host-Programm verwenden. Die Software wurde für die G4 Velocity Engine von Apple und einem Intel Pentium 4 SSE2-Prozessor optimiert und läuft entsprechend schnell und gut mit absolut optimaler Performance.