
Auch ein- und ausgangsseitig verdient der D1200CD durchaus das Prädikat “professionell“. Das beginnt mit den symmetrischen Vorverstärkern an den Eingängen, und wird fortgesetzt mit dem Umstand, dass sich die wichtigsten Eingänge an der Vorderseite befinden. Zwei XLR-Eingänge bieten +48V-Phantomspeisung und weisen hochwertige Mikrofonvorverstärker auf, so dass bedenkenlos Kondensatormikrofone der Oberklasse angeschlossen werden können. Diese Phantomspeisung kann für beide Eingänge separat aktiviert werden. Neben einem Kondensator- lässt sich also auch ein dynamisches Mikrofon verwenden.
Außerdem ist ein spezieller Gitarren-Eingang für elektrische Gitarre vorhanden. Dieser unterstützt Signale mit Pegeln zwischen “Mikrofon“ und +16 dBu (noch besser als die meisten Pro Audio-Geräte), so dass jede beliebige Signalquelle angeschlossen werden kann. Der digitale S/P DIF-Eingang ist mit einem Wandler ausgestattet, der 48kHz- und 32kHz-Signale automatisch zur intern verwendeten Sampling-Frequenz von 44,1kHz konvertiert. Alle Klinkenbuchsen sind symmetrisch (TRS) ausgeführt, erlauben jedoch auch das Anschließen unsymmetrischer Signalquellen.
Der 16-Kanal-Mischer (4 Busse) des D1200CD bietet für alle Analog-Eingänge und Mixer-Kanäle eine 3-Band-Entzerrung (EQ): Das High- und Low-Band ist als Kuhschwanzfilter ausgeführt, während das Mittenband ein Glockenfilter mit einstellbarer Eckfrequenz ist. Da die Eingänge und Mixer-Kanäle eine separate Klangregelung aufweisen, ist es ausgeschlossen, dass die Aufnahme-Einstellungen bei der Wiedergabe noch einmal verwendet werden. Bei Mischsektionen anderer Recorder führt das Fehlen dieser Trennung oftmals zu unangenehmen Überraschungen. Die Fader-, EQ-, Panorama- und Effekteinstellungen können als “Szenen“ gespeichert werden. Pro Song gibt es 100 Szenenspeicher. Solche Szenen lassen sich während der Wiedergabe automatisch aufrufen oder normal laden.