Lesen Sie, was die Presse über den microKORG XL schreibt.
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Music & PC, 4 2009
Die dreioktavige Tastatur hat deutlich zugelegt: Zwar immer noch als Mini ausgelegt, aber doch mit einer für diese Größenverhältnisse schier unglaublichen Spielbarkeit. Am Gehäuseboden findet sich dann tatsächlich auch noch ein Fach für sechs AA-Batterien, so kann man sogar mal outdoor dudeln, Kopfhörer natürlich vorausgesetzt.
Die umfangreichen Beschriftungen auf dem Gehäuse sind weggefallen und haben einer neuen Sachlichkeit Platz gemacht. Die Sounds selber (mit Korgs Multi-Modelling-Technology, kurz MMT – geht in Richtung subtraktive Synthese mit erweiterten Möglichkeiten, kennen wir vom Radias, R3 und Electribe MX+) sind ungeheuer fett, schmutzig und analog. Da gibt’s Bässe, Leads, Keyboards (mit schönen E-Pianos und einem sehr ansprechenden akustischen Klavier, PCM sei Dank), Strings wie zu Solinas Zeiten, Poly-Synths, FX und natürlich auch Arpeggio-Sounds.
Über vier Potis geht’s ans Eingemachte der Sounds: Ein Drehregler (gerastert) ist für die Wahl zwischen Assign, Filter, Amp EQ, Effect, Arp und Full Edit zuständig, mit drei weiteren (nicht gerastert) werden die Werte verändert. Bei den voreingestellten Sachen ist das auch gut machbar – auch deshalb, weil das alte 3-Zeichen-Display des microKorg beim XL einer zwar nicht grafikfähigen, aber immerhin zweizeiligen Anzeige gewichen ist, die deutlich mehr verrät als beim Oldie. Sowohl Editor für alle Soundparameter als auch MIDI-Treiber gibt’s auf der Website von Korg zum kostenlosen Download.
Kein Korg ohne Vocoder – hatte der alte microKorg noch einen mit acht Bändern, wurde die Zahl jetzt mal eben locker verdoppelt; mit einem 16-Band-Vocoder lässt sich schon ordentlich Alarm machen, Auflösung und damit Verständlichkeit sind deutlich besser.
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Keyboards, 2 2009
Praxis, Fazit
Der neue Bonsai-Korg macht einfach Spaß! Ohne jegliche Einarbeitung entlockt man dem microKORG XL spontan Sounds und Phrasen, die zwar nicht unbedingt spektakulär neu sein müssen, aber einfach immer irgendwie ins musikalische Geschehen passen. Man sollte weder lückenlose Perfektion noch klangliche Offenbarungen erwarten, stattdessen bietet der Kleine eine umfassende Ausstattung, bei der Kompromisse bewusst zum Konzept gehören, hervorragend funktionieren und stimmig umgesetzt sind. Als optimal kompaktes Livetool ist der microKORG XL mit allem ausgestattet, was das Elektronikmusikerherz begehrt, in Verbindung mit seiner Editor-Software bietet er die Klangmöglichkeiten eines „großen“. Obendrein funktioniert er zuverlässig und reißt kein allzu großes Loch in den Geldbeutel – ab sofort bei Ihrem Blumenhändler.
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Beat 2 2009
Unser Eindruck:
„Ein tolle Haptik, ein toller Sound, ein grooviges Design. Tatsächlich hat der XL das Format, die Erfolgsgeschichte des microKORG fortzuschreiben. Ein „Kult“ entsteht jedoch nicht auf Knopfdruck – die Zeit wird also über das Ansehen des XL entscheiden.“
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Beat 3 2009
Fazit
Der microKORG XL besitzt eine durchaus mächtige und leistungsfähige Klangsynthese, versteckt sie aber unter einer reduzierten, simplen Oberfläche. Und das ist durchaus wörtlich zu nehmen, denn ohne den Softwareeditor gestaltet sich die Programmierung des Kleinen recht mühsam.
Für ein Gerät, das für knapp 600 Euro an des Start geht, ist der XL zudem recht sparsam verarbeitet und kann mit Qualität und Design seines größten Konkurrenten aus eigenem Haus, dem Korg R3 nämlich, nicht mithalten. Dennoch besitzt das Instrument einen sehr hohen Spaßfaktor und eine intuitive Struktur, sodass auch dem ungeübten Einsteiger schnell lebendige Sounds und beeindruckende Phrasen gelingen. Der XL wird somit zum perfekten Performance-Synthesizer, der einem Liveauftritt oder DJ-Set neue Frische verleihen kann.
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KEYS 4 2009
Kommen wir abschließend zur Gesamtbewertung des Microkorg XL. Neben aller Flexibilität ist für einen Synthesizer die Klangqualität der wichtigste Bewertungsaspekt. Der Microkorg XL klingt wirklich gut. Sowohl klare als auch schmutzige, metallisch röhrende Klänge sind machbar, die Klangpalette des XL ist sehr breit. Der Schwerpunkt liegt hier sicherlich bei synthetischen Klängen, auch wenn einige der 64 PCM-Samples durchaus für das eine oder andere Bühnenklavier reichen oder schöne E-Piano-Klänge ermöglichen. Der Synthi kann für jede Musikrichtung eingesetzt werden, was die Synthese-Engine angeht, nimmt der Microkorg XL in seiner Preisklasse eindeutig einen der höheren Plätze ein. Die Summe seiner Fähigkeiten macht aus dem Microkorg XL einen würdigen Nachfolger des ersten Microkorgs. Wer auf der Suche nach einem bezahlbaren Hardware-Vocoder ist, kommt nicht um den Kleinen herum und als Synthesizer schlägt er sich ebenfalls richtig gut.