Equipment: >> OASYS >> TRITON Extreme >> TRITON Studio >> KAOSS Pad KP-2

Wenn man die Entstehungsgeschichte einer Band zurückverfolgt, zeigt sich oft, das es meist im Ursprung eine Handvoll Freunde waren, die sich in elterlichen Küchen oder zugigen Garagen zum Musik machen trafen. Kein Gedanke an Kommerz oder Vermarktbarkeit, sondern nur der gemeinsame Faible für Musik. Erlebtes und Gesehenes, Diskussionen, Meinungsverschieden-
heiten, Vorstellungen und Träume gaben dann die Grundlage für die Texte. So auch geschehen bei der Band Söhne Mannheims. Nach vielen Gesprächen und einigen erfolgreichen Soloaktivitäten der Mitglieder, wurde Ende 2000 das Debüt "Zion" veröffentlicht. Anfangs noch belächelt oder kritisch gemustert, erspielte sich die damals 17-köpfige Band eine riesige Fangemeinde und ihre Texte hatten genau das, was andere Bands nur sehr vorsichtig umsetzten sie polarisierten.
Bei den Söhnen Mannheims sind für die Gesangsdarbietungen Tino Oac, Claus Eisenmann, Xavier Naidoo, Marlon B., Metaphysics und Henning Wehland verantwortlich. Musikalisch begleitet werden sie von Michael Herberger (Keyboards), Florian Sitzmann (Keyboards), Michael Koschorreck (Gitarre), Andreas Bayless (Gitarre), Robbee Mariano (Bass), Ralf Gustke (Schlagzeug), Bernd Herrmann (Schlagzeug) und nicht zuletzt von DJ Billy Davis, der alle Tracks mit den nötigen Cuts und Scratches unterlegt und somit musikalisch abrundet.

Michael Herberger und Florian Sitzmann greifen bei den Söhnen Mannheims um Xavier Naidoo in die Tasten, Herberger ist zusätzlich Musical Director.
Beide schauen auf eine lange Ausbildung am Klavier zurück, Sitzmann hat Theoriekompositionen und Harmonielehre studiert, beide spielten in verschiedenen Bands und fingen früh mit dem Produzieren an, haben eigene Studios, in denen sie auch anderen Projekten nachgehen. Herberger arbeitet schon länger mit Naidoo zusammen und schrieb viele Songs für dessen Soloalben wie auch für die Platten der Söhne.
Er hat eine eigene Produktionsfirma zusammen mit Naidoo und arbeitet in einem Studiokomplex mit anderen Produzenten zusammen.
Die Anfänge von Herberger und Naidoo lagen in Herbergers Küche, wo die beiden 1999 mit einem altersschwachen PC, einer Sequenzer-Software und zwei MD-Rekordern Songs schrieben und aufnahmen. Mit diesem Material gingen sie ins Studio von Edo Zanki, selber erfolgreicher Produzent und Sänger, nahmen auf und schrieben weitere Songs. Dort trafen sie auf Florian Sitzmann, ein guter Freund von Zanki. Herberger erinnert sich gerne an diese Zeit: „Es war eine unheimlich kreative Angelegenheit, weil alles sehr spontan entstanden ist. Die erste Zeit haben wir immer das gemacht, worauf wir Bock hatten. Das Studio war bezahlt und für alle Freiwild".

Beide spielen eine Mischung aus alten Instrumenten und KORG-Geräten. Sitzmann nutzt vor allem einen TRITON Extreme proX, den er für Piano-Sounds und orgelartige Flächen nutzt. Mit dem KAOSS Pad KP-2 und dem VOX Tonelab, das eigentlich für Gitarristen gedacht ist und verschiedene Amps simuliert, eine echte Röhre und verschiedene Effekte bietet, bearbeitet er sein Fender Rhodes. Dank Fuß-Controllern kann er damit optimal den Klang beeinflussen und hat diese Kombination jetzt beim aktuellen Live-Album von „4yourSoul" eingesetzt.
Herberger setzt auf der Bühne und im Studio gerne Presets seiner KORG-Geräte ein. „Es gibt eine Piano-Combi „The Piano" vom TRITON Extreme, die ich live benutze. Die habe ich noch ein bisschen mit der Röhre angeröstet. Und es gibt eine Streicher-Combi, „Stage Strings", da musste ich gar nichts mehr machen. Die ist sehr griffig im Atack und klingt klasse." Seinen TRITON Studio pro setzt er hauptsächlich als Sampleplayer ein, um spezielle Sounds aus den Produktionen auf der Bühne verfügbar zu haben. Die Klavier-Sounds kommen bei Herberger alle aus dem TRITON Extreme. Bei dem Song „Volle Kraft voraus" fragen ihn ganz viele Leute, ob das ein Flügel war und welcher? „Tja", erzählt er, „der Klavier-Sound kommt aus dem TRITON Rack. Ich bin heute noch fasziniert von dem Sound, der ist einfach sensationell. Der normale Preset Sound".
Auch die Vielseitigkeit der Sounds und der schnelle Zugriff sind für ihn sehr wichtig, denn wenn die Söhne auf der Bühne anfangen, zu jammen, was sie gerne tun, braucht er schnell die passenden Sounds.
Auf den OASYS warten beide mit Spannung, denn neben all den klanglichen Möglichkeiten freuen sie sich auf den großen RAM-Speicher, der es erstmals ermöglicht, mit wirklich guten Sample-Libraries zu arbeiten. Mit einem Gerät, das fast alles kann, hätten sie auch bei kleineren Club-Gigs und im Proberaum den Sound, den sie von großen Bühnen kennen.
Konkurrenz gibt es keine zwischen den beiden Keyboardern, sie ergänzen sich optimal und teilen sich die Aufgaben nach den Bedürfnissen der Songs auf. Wichtig ist beiden, dass sich ihr Spiel an den Songs orientiert. „Weniger ist mehr!", meint Sitzmann, „alles muss dem Song dienen".