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Daniel Geist über seine Arbeit als Keyboarder von Thomas Godoj
Mit seiner ersten Single „Love is you“ schaffte er es auf Anhieb auf Platz Eins in den Charts, für sein Debütalbum „Plan A!“ gab es 2008 Platin – seit seinem Sieg bei DSDS 2008 ist Thomas Godoj mit seiner Band auf Erfolgskurs. Im Gespräch mit KORG erzählt Keyboarder Daniel Geist vom Leben auf Tour mit Thomas Godoj und warum mit der Band für ihn ein Traum in Erfüllung gegangen ist.
Ob Daniel Geist vor dem Fernseher saß, als es für DSDS-Sieger Thomas Godoj im Mai 2008 auf der Bühne Konfetti regnete, ist nicht überliefert. Dass sich damit binnen Wochen auch das Schicksal des Keyboarders massiv verändern würde, dürfte Geist damals aber wohl nicht geahnt haben. Geist, der mit drei Jahren das erste Mal an der Gitarre zupfte, bevor er über den Umweg Schlagzeug zum Keyboard kam, kannte Godoj bis zu diesem Zeitpunkt nämlich persönlich nicht und stieß über einen Bekannten aus der Musik-Szene zur Band: „In unserer Coverband „Zeugen des Sofas“, erzählt er, „hatte damals der Trommler Torsten Bugiel ausgeholfen, da uns unser alter Trommler verlassen hatte. Torsten Bugiel kannte Thomas Godoj schon einige Jahre vor DSDS – das wusste ich da aber noch nicht. Nach dem Aushilfsjob haben Torsten und ich uns einige Jahre nicht mehr gesehen – bis eines Tages eine Mail kam, dass er ja mit Thomas Godoj spielt und die Band noch einen Keyoarder sucht. Da hat der gute Torsten mich empfohlen.“
„Die Musik geht einfach ins Ohr“
Seit damals, im Juni 2008, hat sich im Leben Daniel Geists eine Menge verändert. Ungezählte Male stand er seither mit der Band im Studio und auf der Bühne, ist ständig unterwegs: „Wir sind momentan auf Plan A!- Tour (Plan A! Album). Die Tour geht über sieben Wochen. Innerhalb der sieben Wochen haben wir um die 40 Gigs, überwiegend in großen Clubs bzw. Hallen wie z.B. das Palladium in Köln. Vor der Tour haben wir bestimmt schon 15, 20 Gigs gemacht. Darunter waren auch unplugged Auftritte sowie diverse TV-Jobs und Radiopromotions. “
Der alte Spruch von „Sex, Drugs and Rock’n’Roll“ stimme zwar nicht mehr, sagt Geist – „heute“, meint er grinsend, „ist es nur noch Rock’n’Roll“. Ein Traum ist für ihn durch das Projekt mit Godoj aber in vielerlei Hinsicht wahr geworden: Die Arbeit mit dem DSDS-Sieger, berichtet er, sei „sehr angenehm. Klar gibt es auch hin und wieder Unstimmigkeiten, aber das ist der Normalfall. Er ist keineswegs abgehoben und setzt sich sehr für seine Band ein.“ Auch musikalisch liegen beide auf einer Wellenlänge: „Man kann sich mit der Musik sehr gut identifizieren. Beispiel: „Helden gesucht“. Die Musik geht einfach ins Ohr und es macht tierisch Bock, sie zu spielen.“ Und schließlich, so Geist: „Welcher Musiker möchte nicht gern einmal auf große Tour gehen und mit seiner Band in einem Nightliner nach einer geilen, ausverkauften Show so richtig feiern?“
Mit KORG OASYS auf die Bühne: „Stecker rein, einschalten und läuft!“
Gespielt, erzählt Geist, werde bei den Shows alles live. Natürlich werde „viel mit Loops und Backingtracks“ gearbeitet. Aber: „Niemals kommt eine Gitarre oder gar Gesang vom Band! Wie gesagt nur Loops (z.B. Filterdrums) und orchestrale Sachen. Im Prinzip all die Sachen, wofür man sonst einen zweiten oder gar dritten Keyboarder benötigen würde.“ Dabei verlässt sich Geist voll auf sein Equipment von KORG, das SP-250 für unplugged Shows und für Piano-Sounds im Studio, und vor allem den OASYS: „Ich spiele im Sequenzer-Modus. Da habe ich die Möglichkeit, mir meine Sounds, die ich live spielen möchte, einzustellen (Combis) und Audio-Spuren (Wavefiles) einzuladen. Die Spuren erstelle ich alle am PC und lade sie dann einfach in den internen Sequenzer des OASYS. Auch der Click ist ein Audiofile. Das tolle ist, dass ich stellenweise die originalen Audiospuren der Albumsongs verwenden kann. Somit können wir die Songs 1 zu 1 spielen ohne Abstriche!“
Auch sonst, so Geist, lasse der OASYS keine Wünsche offen: „Mir gefällt das Gesamtkonzept! Der OASYS ist ein Instrument, mit dem ich alles machen kann, ohne zusätzliche Racks oder gar einen Laptop mit auf die Bühne zu nehmen. Stecker rein, einschalten und läuft! Neben dem Gesamtkonzept gefällt mir besonders die enorme Soundqualität, wie ich sie noch in keinem anderen Keyboard gehört habe. Der Sound ist sehr ausgewogen, von sehr steril bis analog-brummig und knurrig. Mir ist bei einem Instrument wichtig, dass ich auch die Möglichkeit habe, den Sound zu modellieren, so dass er mir gefällt. Dafür hat der OASYS den geilen AL-1 Synthie und die LAC Edition. Damit kann ich Sounds so dermaßen verfremden, dass neue, interessante Klänge dabei rauskommen und ich eine ständige Inspirationsquelle habe. Auch, dass der OASYS so viele Inserteffekte und 2 GB RAM für Samples hat, ist für mich ein Highlight.“
Live und mit Leidenschaft
Geists klarer Tipp, um das eigene Spiel immer weiter zu verbessern, lautet: „Live spielen.“ Auf der Bühne, sagt er, werde man immer kreativer: „Wenn man erst einmal unter Strom steht, macht man oft ganz unerwartete Sachen, von denen man gar nicht wusste, sie überhaupt spielen zu können! Das ist die Energie, die einen durchquert, wenn man vor einem Publikum spielt – und seien es nur fünf Mann in einer Kneipe.“ Hilfreich, so Geist, sei es manchmal auch, sich ein musikalisches Vorbild zu suchen und Dinge einfach mal auszuprobieren: „Man muss nicht Ewigkeiten bei schönem Wetter zu Hause mit einem Privatlehrer vorm Klavier sitzen und Tonleitern rauf und runter dudeln oder gar die kompliziertesten Notationen entschlüsseln. Ich habe nie im Leben irgendeinen Klavierunterricht bekommen und habe mir alles selbst angeeignet. Wenn man etwas machen muss, lernt man nicht so viel als wenn man es aus Leidenschaft macht.“