Human Sampler versus microSAMPLER

 

Beatboxen ist eine Musikart und –spielweise, die so unglaublich faszinierend ist, dass man oft nicht glauben kann, dass all die Sounds und Geräusche nur mit dem Mund, den Lippen, dem Hals und einem Mikrofon erzeugt werden. Beatboxer simulieren komplette Synthesizer, Drumcomputer und Geräusche und erschaffen eine Klangwelt voller Ausdruck.

 

Die Beatsick.jp Beatbox Performance Crew wurde 2006 von KAZ und HIRONA gegründet und begann mit Live-Auftritten rund um Tokio. Schnell wurden die beiden Performer immer bekannter und erfolgreicher, gastierten 2008 als erster japanischer Beatbox Live-Act in der Queen Elizabeth Hall in London und nahmen im Juni 2009 an den Beatbox Battle World Championships in Berlin teil.

 

Seit neuestem arbeiten die beiden auch mit dem microSampler von KORG und ergänzen damit ihre klangliches Spektrum um eine maschinelle Komponente. KAZ ist sehr begeistert von der neuen Wundermaschine: „Für mich ist der microSampler eines der am einfachsten zu bedienenden Produktionswerkzeuge. Wenn du intelligent mit Samples umgehst, sind sehr intuitive Kompositionen möglich. Wir haben als Beatboxer ja oft keinen so einfachen Zugang zu herkömmlichen Instrumenten und können die nicht einfach so spielen und alles in einer DAW aufnehmen. Doch mit dem microSampler waren wir schon nach zwei Wochen so fit, dass wir damit eine Demo machen konnten.“ Interessant bei den Beatboxern ist der Entstehungsprozess ihrer Musik, der häufig in einer Freestyle-Session liegt, in der Ideen entstehen, sich entwickeln und fließen und die Basis der späteren Komposition bilden. Am Ende einer solchen Session werden die Ideen ausgewertet und weiterbearbeitet, bis der eigene Song fertig ist. Dabei liegen die musikalischen Wurzeln, die als inspirative Quelle von KAZ fungieren, im Jazz und R’n’B, während HIRONA eher Elemente aus dem HipHop mitbringt.

 

„Sample einfach alles, was du um dich herum hörst, schneide dir die Samples zurecht und spiel sie ab!“

 

Mittlerweile hat der KORG microSampler einen guten Anteil an der Live Performance. „Klar ist es wichtig, dass die Rollen definiert sind, jeder weiß, was er zu tun hat und was von der Maschine kommt, denn das muss ja auch für den Zuhörer funktionieren“ erklärt KAZ.
„Aber dann hast du natürlich ungeahnte Möglichkeiten mit dem microSampler. Wir haben Geräusche und uns selber gesampelt, die wir in Rhythmen einbauen können oder auch Parts aus dem Sequenzer, die wir mit Effekten weiter verändern. Und seit neuestem haben wir ein kleines Spaßprojekt „BEATSICK.JP vs. BEATSICK.JP gesampelt“ gestartet.“
Genau das ist es auch, was KAZ anderen Musikern empfiehlt: „Sample einfach alles, was du um dich herum hörst, schneide dir die Samples zurecht und spiel sie ab!“

 

Besonders mögen die beiden am microSampler seine Vielseitigkeit und Flexibilität, mit der man ihn optimal im Live-Betrieb einsetzen kann. Wenn Beatsick.jp dann noch eigene “Beatbox”-Sounds zufügt, die klassische Keyboard-Klänge simulieren, wird die Illusion zwischen Mensch und Maschine perfekt. Dabei kommt häufig die Regelung des Threshold-Pegels zum Einsatz, denn sie schätzen es sehr, dass der microSampler mit der Aufnahme beginnt, sobald der Klang startet: „Das ist wirklich sehr angenehm und komfortabel. Man verliert einfach keine Anfänge mehr. Wenn du dazu noch den wunderbaren Looper und das Filter nutzt, öffnen sich unzählige kreative Möglichkeiten.“

 

Ganz besonders hat es KAZ das Design des microSampler angetan: “Das sieht einfach aus wie das Cockpit eines Flugzeugs mit all den vielen LEDS.” Beim Programmieren des Soundset, das die beiden für den microSampler entworfen haben, war vor allem der „menschliche“ Faktor entscheiden. „Es muss sich natürlich anhören, nicht nur nach Maschine“ erzählt KAZ und fährt fort: „Unsere Ohren sind einfach an natürliche und menschliche Nuancen gewöhnt und Sounds klingen dann besser, wenn sie diese kleinen „Eigenheiten“ bedienen.“ Auch die Effekte haben dabei eine Rolle gespielt: „Ich mag die Effekte, die fast an die des KAOSS Pad 3 heranreichen. Es macht Spaß, damit zu spielen und zu hören, welche Änderungen passieren, wenn du an zwei Regler gleichzeitig drehst.“ Deswegen setzen BEATSICK.JP den microSampler nicht nur auf der Bühne ein, sondern auch zuhause. „Und dank des Batteriebetriebs kann ich ihn auch leicht überall mit hinnehmen“ verrät KAZ. 

 

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